Kopfhörer im Straßenverkehr I rechtsgeschichten

Bei viele Menschen scheinen sie schon fest mit dem eigenen Kopf verbunden zu sein – die Kopfhörer! Der Sound wird immer besser, das Design anschaulicher und die Soundeffekte… einfach klasse.

Was für die meisten ein Segen beim Straßenbahn-, Fahrrad- und Autofahren ist, kann für andere eine große Belastung sein. Nicht nur seine Mitmenschen in Bus und Bahn unter Umständen mit den lauten Klängen nervend, haben die großen und kleinen Musikwunder auch ihre Tücken. Bei dem Genuss von Musik nimmt man sein Umfeld nicht mehr vollständig wahr und wird fahrlässig. Man achtet nicht mehr auf den Verkehr, läuft ohne nach links und rechts zu sehen über die Straße.

Dass in so einem Moment das eigene sowie fremde Leben in Gefahr ist, bedenken viele  der Musik Lauschende nicht.

Vor diesem Hintergrund forderte CSU-Politiker Peter Ramsauer vor einigen Jahren ein Verbot für das Tragen von Kopfhörern für Fußgänger im Straßenverkehr. Bisher ist dieses Gesetz nicht ausgeführt worden – viele meinen, ein generelles Verbot würde diesen Trend nicht eindämmen können. Das bewies bereits das Telefonieren am Steuer. Andere sagen, es wäre angebrachter die Versicherungen dahingehend anzupassen. Entstehen demgemäß Unfälle mit Fußgängern, die gerade Musik hören, sollen die Leistungen der Versicherung gestrichen werden. Auch eine Aufklärkampagne zu eben diesem Thema scheint sinnvoll.

Am Steuer und beim Fahrradfahren ist das Tragen von Kopfhörern im Übrigen nach § 23 Abs. 1 Satz 1 StVO bereits verboten – dort steht unter Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden: Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.

Mehr zum Thema Kopfhörer im Straßenverkehr auch unter: www.kopfhoerer.net.